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	<title>HoI2/Erich Honecker - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Notebook</subtitle>
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		<id>https://notebook.martinsojka.de/index.php?title=HoI2/Erich_Honecker&amp;diff=1303&amp;oldid=prev</id>
		<title>MartinSojka am 13. Februar 2006 um 17:27 Uhr</title>
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		<updated>2006-02-13T17:27:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;'''Erich Honecker''' (* [[25. August]] [[1912]] in [[Neunkirchen (Saar)]]; † [[29. Mai]] [[1994]] in [[Santiago de Chile]]) war ein [[Deutschland|deutscher]], [[kommunismus|kommunistischer]] [[Politiker]]. Er war langjähriger Generalsekretär des [[Zentralkomitee]] der [[SED]] und [[Staatsratsvorsitzender]] der [[DDR|Deutschen Demokratischen Republik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Kindheit und Jugend ===&lt;br /&gt;
Sein Vater Wilhelm Honecker (*[[1881]]; † [[1969]]) war Bergarbeiter und heiratete [[1905]] Caroline Catharina Weidenhof (* [[1883]]; † [[1963]]). Zusammen hatten sie sechs Kinder: Katharina Käthe (*[[1906]]; † [[1925]]), Wilhelm (Willi) (*[[1907]]; † [[1944]] in [[Ungarn]]), Frieda (*[[1909]]; † [[1974]]), Erich, Gertrud Hoppstädter (*[[1917]]) geb. Honecker und Karl-Robert (*[[1923]]; † [[1947]]).&lt;br /&gt;
Erich Honecker wurde in Neunkirchen (Saar) in der Max-Braun-Straße geboren, jedoch zog seine Familie wenig später in den heutigen Neunkircher Stadtteil [[Wiebelskirchen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erich Honecker war als Jugendlicher Mitglied der kommunistischen Jugendorganisation Jung-[[Spartakusbund|Spartakus-Bund]]. [[1926]] trat er dem [[Kommunistischer Jugendverband Deutschlands (1918)|Kommunistischen Jugendverband Deutschland]] (KJVD) bei, wo er [[1929]] Leiter seiner Ortsgruppe wurde. [[1928]]–[[1930|30]] arbeitete er als Dachdeckergehilfe und begann eine Dachdeckerlehre, die er aber abbrach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der politischen Aktivität ===&lt;br /&gt;
1930, mit 18 Jahren, trat er der [[KPD]] bei. Sein politischer Ziehvater war der spätere KPD-[[Mitglied des Deutschen Bundestages|MdB]] [[Otto Niebergall]]. 1930/31 besuchte er die internationale Lenin-Schule in [[Moskau]]. Nach seiner Rückkehr wurde er Bezirksleiter des KJVD [[Saargebiet]]. Ab [[1933]] war die Arbeit der KPD in Deutschland nur noch im Untergrund möglich. Das Saargebiet jedoch gehörte nicht zu Deutschland. Honecker wurde kurz in Deutschland inhaftiert, jedoch bald entlassen. Er kam [[1934]] ins Saargebiet und arbeitete in der Kampagne gegen den Anschluss ans Deutsche Reich. Mit dem Ergebnis der Abstimmung vom [[13. Januar]] [[1935]] für Deutschland war dies jedoch hinfällig. Honecker floh zunächst nach [[Frankreich]]. Im August reiste er unter Decknamen nach [[Berlin]], eine Druckerpresse im Gepäck. Im [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstand]] arbeitete er eng mit dem KPD-[[Funktionär]] [[Herbert Wehner]] zusammen, der nach dem Krieg der [[SPD]] beitrat. Im Dezember 1935 wurde er von der [[Gestapo]] verhaftet und zunächst bis [[1937]] im Berliner Gefängnis [[Moabit]] in Untersuchungshaft festgehalten. Er wurde dann 1937 zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt, so dass er bis 6. März 1945 im [[Zuchthaus Brandenburg-Görden]] einsaß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
Nach seiner Befreiung aus dem Zuchthaus war er [[1946]] Mitbegründer und bis [[27. Mai]] [[1955]] Vorsitzender der [[Freie Deutsche Jugend|Freien Deutschen Jugend]]. Er organisierte die drei [[Deutschlandtreffen der Jugend]] in Berlin ab 1950 und wurde einen Monat nach dem 1. Deutschlandtreffen ins Politbüro des ZK der [[SED]] aufgenommen. [[1956]] hatte er während eines Schulungsaufenthaltes in Moskau den XX. Parteitag der [[KPdSU]] mit [[Nikita Sergejewitsch Chruschtschow|Chruschtschow]]s Rede zur [[Entstalinisierung]] erlebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Honecker war ein maßgeblicher Organisator des Baus der [[Berliner Mauer]] im August [[1961]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von [[1947]]–[[1953]] war er in zweiter Ehe mit der FDJ-Funktionärin [[Edith Baumann]] verheiratet, mit der er die Tochter Erika (*[[1950]]) hatte. Im Dezember [[1952]] brachte seine dritte Frau [[Margot Honecker|Margot Feist]], die er 1953 heiratete, die Tochter Sonja zur Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere in der DDR ===&lt;br /&gt;
Er drängte [[Walter Ulbricht]] mit Hilfe der neuen [[Sowjetunion|sowjetischen]] Führung unter [[Leonid Breschnew]] aus dem Amt. Während Ulbricht die Wirtschaftspolitik ins Zentrum gerückt hatte, war für Honecker die Sozialpolitik entscheidend. Er deklarierte sie als &amp;quot;Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik&amp;quot;. Am [[3. Mai]] [[1971]] wurde er als Nachfolger Ulbrichts Erster Sekretär des [[Zentralkomitee]]s der SED, seit [[1976]] [[Generalsekretär]] der SED. Ab [[29. Oktober]] [[1975]] hatte er auch den Vorsitz im [[Staatsrat der DDR]] inne (als Nachfolger von [[Willi Stoph]]).&lt;br /&gt;
Honeckers persönlicher Mitarbeiter war der gelernte Journalist [[Frank Joachim Herrmann]]. Seine langjährige Sekretärin war Elli Kelm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner Amtszeit wurden der [[Grundlagenvertrag]] mit der [[Bundesrepublik Deutschland]] ausgehandelt, an den [[KSZE]]-Verhandlungen in Helsinki teilgenommen und die DDR als Vollmitglied in die [[Vereinte Nationen|UNO]] aufgenommen. Sie gelten als die größten außenpolitischen Leistungen Honeckers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem Besuch in [[Japan]] wurde er im Mai 1981 von der Nihon-Universität Tokio mit einem Ehrendoktortitel (Dr. h.c.) geehrt. Am 31. Dezember 1982 entging Honecker vermutlich nur knapp einem [[Attentat]] in der Nähe von Wandlitz, bei dem der Maurer [[Paul Eßling]] versucht haben soll, das Auto von Erich Honecker zu rammen. 1985 bekam Honecker vom [[Internationales Olympisches Komitee|IOC]] den [[Olympischer Orden|Olympischen Orden in Gold]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innenpolitisch zeichnete sich anfangs eine Liberalisierungstendenz vor allem im Bereich der Kultur und Kunst ab. Im Gegensatz hierzu standen die Ausbürgerung von Regimekritikern wie [[Wolf Biermann]] und die Unterdrückung innenpolitischen Widerstands durch das [[Ministerium für Staatssicherheit]] (MfS, „Stasi“). Wirtschaftspolitisch wurde unter Honecker die [[Verstaatlichung]] und [[Zentralisierung]] der Wirtschaft vorangetrieben. Die schwierige wirtschaftliche Lage zwang zur Aufnahme von Milliardenkrediten von der Bundesrepublik Deutschland, um den erreichten Lebensstandard halten zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[7. September]] [[1987]] besuchte er die Bundesrepublik Deutschland mit großem Empfang durch [[Bundeskanzler (Deutschland)|Bundeskanzler]] [[Helmut Kohl]] in [[Bonn]]. Auf seiner Reise durch die Bundesrepublik kommt er nach [[Düsseldorf]], [[Wuppertal]], [[Essen]], [[Trier]], Bayern sowie am 10. September in seinen Geburtsort im [[Saarland]]. Diese Reise war seit [[1983]] geplant, wurde jedoch damals von der sowjetischen Führung blockiert, da man dem deutsch-deutschen Sonderverhältnis misstraute. [[1988]] war Honecker u.a. auf Staatsbesuch in der [[Frankreich|Französischen]] Hauptstadt [[Paris]]. Sein großes Ziel, welches er aber nicht mehr erreichte, war ein offizieller Besuch in den [[USA]], daher setzte er in den letzten Jahren der DDR auf ein positives Verhältnis zum Jüdischen Weltkongress als möglichen &amp;quot;Türöffner&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Honecker erhielt praktisch alle wichtigen Auszeichnungen der DDR, darunter den [[Karl-Marx-Orden]], den [[Vaterländischer Verdienstorden|Vaterländischen Verdienstorden]] mit Ehrenspange, [[Banner der Arbeit]], [[Held der Arbeit]] und den [[Leninorden]] als höchste Auszeichnung der [[Sowjetunion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rücktritt, Flucht, Verhaftung, Prozess und Exil ===&lt;br /&gt;
Am [[18. Oktober]] [[1989]] musste er im Zuge der politischen [[Wende_(DDR)|Wende]] in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] von allen Ämtern zurücktreten und wurde am [[3. Dezember]] 1989 aus der SED ausgeschlossen. Im November 1989 leitete der Generalstaatsanwalt der DDR ein Ermittlungsverfahren wegen Amtsmissbrauchs und [[Hochverrat]]s gegen ihn ein. Honecker wurde verhaftet, allerdings einen Tag später aus der Haft entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er kam mit seiner Frau bei der Familie des evangelischen Pfarrers Uwe Holmer in [[Lobetal]] unter. Einige Monate später floh das Ehepaar Honecker am 13. März 1991 nach [[Moskau]]. Als sich abzeichnete, dass die [[Sowjetunion|sowjetische]] Führung unter [[Michail Sergejewitsch Gorbatschow|Gorbatschow]] bzw. der russische Präsident [[Boris Jelzin]] ihren ehemaligen Verbündeten nicht schützen würden, flüchtete er in die [[Chile|chilenische]] Botschaft. (Die DDR hatte nach dem Sturz [[Salvador Allende]]s vielen tausend Chilenen politisches Asyl gewährt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen eines Haftbefehls in der Bundesrepublik Deutschland wurde er am 29. Juli [[1992]] ausgeliefert. Trotz seines [[Krebs (Medizin)|Leberkrebsleidens]] wurde er dort wegen des [[Schießbefehl]]s an der [[Innerdeutsche Grenze|innerdeutschen Grenze]] vor Gericht gestellt. Sein [[Strafverteidiger|Verteidiger]] war der bekannte Ostberliner Anwalt Dr. [[Friedrich Wolff]]. Aufgrund seines Gesundheitszustandes wurde das Verfahren allerdings [[1993]] aufgrund einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes des Landes Berlin eingestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13. Januar 1993 flog Erich Honecker nach Chile zur Familie seiner Tochter Sonja (* 1952), die dort mit ihrem chilenischen Ehemann Leo Yáñez und ihrem Sohn Roberto wohnte. Dort starb er im Alter von 81 Jahren am [[29. Mai]] [[1994]] in [[Santiago de Chile]] an [[Krebs (Medizin)|Leberkrebs]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*''Aus meinem Leben'', Erich Honecker, Dietz Verlag Berlin (DDR), 1980; offizielle Darstellung seines Lebens&lt;br /&gt;
*''Entwickelter Sozialismus und Gewerkschaften - Aus Reden und Schriften 1971-1982'', Erich Honecker, Verlag Tribüne Berlin (DDR), 1982&lt;br /&gt;
*''Tatort Politbüro, Die Akte Honecker'', Peter Przybylski, rororo Sachbuch 9328, Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg, 1992&lt;br /&gt;
*''Die Revolution entlässt ihre Kinder'', Wolfgang Leonhard, 1954 – über die deutschen Kommunisten im Exil in Moskau, die Rückkehr nach Deutschland und die Anfänge der DDR&lt;br /&gt;
*''Der Sturz''; Reinhold Andert, Wolfgang Herzberg, Erich Honecker, Aufbau-Verlag Berlin, 1991&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Zitate ==&lt;br /&gt;
{{Wikiquote|Erich Honecker}}&lt;br /&gt;
* ''Vorwärts immer, rückwärts nimmer!''&lt;br /&gt;
* ''Die Mauer wird in 50 und auch in 100 Jahren noch bestehen bleiben, wenn die dazu vorhandenen Gründe noch nicht beseitigt sind.'' (Berlin [[19. Januar]] [[1989]])&lt;br /&gt;
* ''Den Sozialismus – so sagt man bei uns immer – in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf. Diese alte Erkenntnis der deutschen Arbeiterbewegung findet durch die große Initiative der Werktätigen der DDR ihre aktuelle Bestätigung!'' (August 1989, dabei Altsozialdemokraten [[August Bebel]] zitierend)&lt;br /&gt;
* ''Überall muss ein einwandfreies Schussfeld gewährleistet sein.'' ([[3. Mai]] [[1974]] zur [[Berliner Mauer]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{PND|118553399}}&lt;br /&gt;
* http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/HoneckerErich/&lt;br /&gt;
* http://www.chronik-der-wende.de/lexikon/biografien/biographie.jsp?key=Honecker_Erich&lt;br /&gt;
* http://www.ddr-im-www.de/Personen/Honecker.htm&lt;br /&gt;
* http://www.honecker-im-internet.de/&lt;br /&gt;
* http://www.dhm.de/ausstellungen/souvenirs/fm101862.htm Ehrendoktorrobe von Honecker&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Staatsratsvorsitzende der DDR}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Generalsekretäre der SED}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann|Honecker, Erich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher|Honecker, Erich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied|Honecker, Erich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (DDR)|Honecker, Erich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied|Honecker, Erich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1912|Honecker, Erich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1994|Honecker, Erich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten|&lt;br /&gt;
 NAME=Honecker, Erich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=[[Deutschland|deutscher]] [[Politiker]]&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=[[25. August]] [[1912]]&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Neunkirchen (Saar)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=[[29. Mai]] [[1994]]&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Santiago de Chile]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinSojka</name></author>
		
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